RAUMDEFINITIONEN

"...räumliche Strukturen sind eine Variante gesellschaftlicher Strukturen..."

Raumdefinitionen • Kunst im/mit dem öffentlichen Raum • Skulptur Raum • Erweiterung der Kunstzone

"...es geht um Handlungsabläufe, die die Gegebenheiten des öffentlichen Raums künstlerisch unterbrechen und in neue Zusammenhänge bringen können. Es ist der vielleicht kurze Moment, der zu einem nachhallenden Erlebnis werden kann, en passant mitten in der Stadt...".

Als kleinste kommunale Ausstellungshalle und als Skulptur gab die Kunstbude 10 Tage einen Einblick in das Werkschaffen von 8 frankfurter Künstler*innen.

Kunst mit dem öffentlichen Raum mit: Katharina Müller (Kamü), Brigitte Kottwitz + Carolyn Krüger (CaBri), Anne Katrin Schreiner, Kai Söltner, Christine Fiebig, malatsion und Cornelia F Ch Heier.

Die Halle wurde nicht nur täglich an einem anderen Ort in der Stadt aufgebaut, täglich wechselten auch die Bezugnahmen, Ausstellungen, Performances und Aktionen in, um und mit der Halle.

Die Standorte: Fischerplätzchen (Fahrgasse), Neebplatz (Bornheim), Merianplatz (Bornheim), Vorplatz des hist. Museum, Friedrich Stoltze Platz/Hauptwache.

Erweiterung der Kunstzone  - der Neugier offenstehend…

Eröffnung mit einer Einführung von Petra Schwerdtner auf dem Fischerplätzchen in Frankfurt/M

Der Budenzauber hat begonnen.

DES NACHTS  Zeichnungen//Katharina Müller - Kamü

Katharina Müller alias Kamü folgte zeichnend einer Gruppe Streetart-Aktivisten durch das nächtliche Frankfurt. Mit weißen Linien auf schwarzem Grund dokumentierte sie deren Streifzüge durch die Stadt, bei denen Mauern erklommen und Botschaften hinterlassen werden. Streetart-Aktivisten gestalten mit ihrer Handlung den städtischen Raum. So plötzlich, wie sie die Szene betreten, entschwinden sie wieder in die Dunkelheit.

Mit der Taschenlampe in der Hand entdeckt der Besucher Kamüs Zeichnungen in der abgedunkelten Halle. Ihre schnell hingeworfenen Linien spiegeln den act en passant wider, während die Bilderfolge die Dynamik der Handlungen unterstreicht.

Kontakt:
www.kamue-kunst.de

CFChHeier

Die Zuschrift

Seit einigen Jahren habe ich keine Nachrichten und keinen Koffer über "Dolores" erhalten. Vor einigen Monaten allerdings erhielt ich eine Nachricht mit dem Betreff "Die tote Dolores".
Die Rekonstruktion des Zimmers der Dolores benenne ich nun um in "Das letzte Zimmer der Dolores".

Wie die Person selbst bleibt auch der Nachrichtensender unbekannt. FINAL... (Zuschrift lesen)

FREE HUGS - CaBri auf dem Merianplatz/Bornheim

In den Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und der Vertrauenslosigkeit ist das aufeinander Zugehen ohne Voreingenommenheit von großer Bedeutung. Es inspiriert eine Gemeinschaft zu herzbildenden Maßnahmen, baut Aggressionen und alltäglichen Terror ab. Es macht neugierig und schenkt friedvolles Geben und Nehmen.
CaBri nehmen sich rund um die Halle mitten im Frankfurter Trubel dieser wichtigen Aufgabe an.

Kontakt: www.cabrikunst.de

© CaBri

CFChHeier

DIE KUNSTBUDE ALS SKULPTUR
Auf-Abbau. Formen zum Thema: "Die Lage der Dinge im Raum"

malatsion

In einer Zeichen-Performance und partizipativen Kunstaktion hat die Künstlerin malatsion "Die Halle" in eine Regenwald-Kulisse verwandelt – eine dichte, üppige Vegetation ist im Zeichenprozess allmählich gewachsen. Während einer zweiten Phase haben die Besucher, mit Hilfe eines feuchten Schwammes eine Pflanzenart symbolisch ausgelöscht und in der hinterlassenen Leere deren lateinischen Namen aufgeschrieben.
Am Ende steht ein Panorama von wissenschaftlichen Bezeichnungen, die in ihrer sprachlichen Abstraktion den endgültigen Verlust der Sinnlichkeit und Suggestion der Pflanzen-Zeichnung unterstreicht.

Jeder von uns ist mit seinem Lebensstil unbewusst für die Veränderung der Natur mit verantwortlich – der Löschvorgang wird dafür zum Sinnbild.

Kontakt: www.malatsion.de

Anne Katrin Schreiner

Im ARCHIV NEUER WIRKLICHKEITEN geht es um das Sammeln und Bewahren und die Freiheit, mögliche Abwandlungen zuzulassen. Fotografien aus Zeitschriften der 60er Jahre erscheinen als modifizierte Dokumente, entziehen sich dem Zeitkontext und entwickeln in der Überarbeitung ihr Eigenleben. Kulturgeschichte neu gedacht: Werke von Vasarely und Gaudi vereinen sich, etruskische Vasen werden von eigentümlich Pflanzen überwuchert und die Heiligen Drei Könige befinden sich in heiterer Geselligkeit. "Die Halle" bietet mit ihrer mobilen Konzeption einen offenen Möglichkeitsraum, "Kunst-Geschichten" im städtischen Kontext zu platzieren.

Das ARCHIV NEUER WIRKLICHKEITEN sucht den Dialog mit dem Historischen Museum und dessen Intention, Geschichte und Erinnerungen nicht nur zu bewahren, sondern in die Jetztzeit zu transportieren.

Kontakt: www.annekatrinschreiner.de

MEHR GRÜN! Gartenbilder und grüne Erinnerungen

Was ist Ihre schönste Erinnerung an die Farbe GRÜN fragt Christine Fiebig.
Vor der Halle lässt sie mit Hilfe der Besucher die unterschiedlichsten grünen Erinnerungen auf Blättern, Blüten, Stengeln, Schmetterlingen, Bienen und vielem mehr aufleuchten. Diese werden anschließend außen auf die Halle angebracht, so dass im Laufe des Tages mitten in der Stadt eine faszinierend grüne Landschaft entsteht. In der Halle zeigt Christine Fiebig Bilder ihrer eigenen grünen Vorstellungswelt.

Kontakt: www.christine-fiebig.de

© Christine Fiebig

Kai Söltner

"Ja, ja, Sie! Ich brauche Ihr Haar, eine Locke. Um Ihren Auftrag zu erfüllen! Um Ihre Verfasstheit, Ihre Erfahrungen der vergangenen Wochen zu malen, die sich auch in Ihrem Haar eingelagert haben.
Mit dem homöopathischen Mittel, das ich aus Ihrem Haar herstellen und einnehmen werde, bin ich ganz Ihr Ich. Ich in Ich. Und ein Gemälde!"
Eine besondere Begegnung mit Kai und der Kunst - Aus den Haarlocken stelle ich homöopathische Mittel her. Diese werde ich zu mir nehmen und unter dem Eindruck der Personen Bilder mit der Zunge auf Leinwände malen. Um klare Vorstellungen von der Personen zu bekommen, führe ich mit einigen vorab Gespräche, damit ich Auffassungen, Stellungnahmen und Überzeugungen durch die Einnahme der Medikamente wirklich ihn mir realisieren kann. Die Aktionen gipfeln in einer Vernissage, zugegebener Zeit.

Kontakt:
www.kai-soeltner.de

© Kai Söltner

Die Produzentensozietät bemächtigt sich der KunstBude zum STOFFEL macht Kunst

Diogenes = Die Bedürfnislosigkeit • Mittagspause und andere wichtige Pausen • Szenen

Erlkönig - Die Halle

Teststrecke: Querstraße/Schmickstraße. Schwierigkeitsgrad: Sturmböen, Gegenwind, Regenschauer, LKW Verkehr. Geschwindigkeit Aufbau: 15 min. Abbau 5 min. Ergebnis: leistungsgebundene Skulptur mit Halleffekt (Die Halle).

Marktstatus: Erscheint ab 18. Juli im Stadtraum Ffm. (Siehe Artffmapp).

Die Halle - kommunaler Ausstellungsraum 2017 - Erweiterung der Kunstzone

Konstruktion und Material:
Die "Skulptur" ist als "Schachtel", faltbar und mobil aus Doppelwandpappe konstruiert. Die nutzbare Fläche beträgt 2,56 m². Höhe: 230 cm. Breite: 124 cm x 5 Stk.

Budenzuschnitt + Modell

Konstruktion

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