Sammlung Archiv Atelier

kurze Beschreibung

Die Sammlung ist ein "buntes" Potpourri aus vergangenen Projekten Archiv, Werkreihen (Objekte, Malerei, Zeichnung) Atelier, Ausstellungsdokumentationen zu Gast bei, sehr flüchtigen Aktionen und Experimenten im/mit dem öffentlichen Raum.

Weitere Projekte und Ausstellungen an denen ich beteiligt war (bin) finden Sie unter EULENGASSE und PRODUZENTENSOZIETÄT

... im "frankfurter Zimmer"

Eine kleine Zwischenstation war in Münnerstadt, beim Kunstprojekt "Else" zu Gast im Frankfurter Zimmer, zu dem ich von Kerstin Lichtblau und Michael Bloeck neben anderen frankfurter Künstler*innen eingeladen war und 2 super Tage dort verbringen durfte.

Zine Festival Ffm 2018

Schwups, da kam das kleine, feine Zine Festival Ffm. Im Kunstverein Lola Montez – "Manchmal eine Skulptur, manchmal ein Buch".

...offene Atelier Fd e.V.

Und schon habe ich als Gast im Schrankatelier im Rahmen der offenen Ateliers bei Fritz deutschlanD das Jahr fast beendet.

Montez Performance 2018 (Residency)

Der Kunstverein Familie Montez zeigte anlässlich der Ausstellung von Hermann Nitschs Lebenswerk Performances aus den verschiedensten Teilen der Welt.

Teilnehmende Künstler:
Mustafa Boga, Adana (Türkei) - (https://www.mustafaboga.com) • Valentina, Berlin (Deutschland) - (https://soundcloud.com/h-n-valentina) • Cornelia F Ch Heier, Frankfurt (Deutschland) - (https://www.kunstheier.de) • Dirk Baumanns, Frankfurt, Germany -(http://www.dirkbaumanns.com/) • Carlos Martiel, Havana (Kuba) - (www.carlosmartiel.net) • Knöllkollektivet, Stockholm (Schweden) - (https://knolkollektivet.se)

Kuratiert von Mirek Macke & Elizabeth Coleman-Link

Montez Performance 2018 (Residency)//Kunstverein Familie Montez

Honsellstrasse 7, 60314 Frankfurt am Main

Weitere Informationen hier: kvfm

Publikumsperformance

AUFWÄRMEN ANNÄHERN KENNENLERNEN UMWERFEN AUFSTELLEN

Ansichten vom 29. + 30. Juni 2018

Irgendwann fängt eine Performance an...

Atelier R302 zum Kunstsommer 2017

Offenes Atelier

• Ateliers auf dem KulturBunker – Atelier Heier R302

Was geschieht denn auf dieser exponierten Kunstetage mitten im Industriegebiet des Osthafens?
Offenes Atelier und Künstlergespräche im Minutentakt.
26. - 27. Juni 2017, jeweils von 15h – 21h.
Ort: Schmickstraße 18.

Gastkünstler auf dem Bunker

• Gastkünstler im Atelier Heier R302

Werkstattgespräch mit Rudolf Sievers + Martin Holzschuh

Titel: Eine Frage der Repräsentation - Diego Velazquez` Las Meninas (1656):
Interpretation und Variation in der Malerei: "Meine Arbeit, Perspektive und Repräsentation. Untersuchungen zum Bildbegriff im Anschluss an Michel Foucault war Ausgangspunkt der Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Maler Martin Holzschuh."

(Michel Foucault, die Ordnung der Dinge)
.… der Spiegel reflektiert in der Tat nichts, was sich im selben Raum mit ihm (dem Maler) befindet…
Vielleicht gibt es in diesem Bild von Velasquez gewissermaßen die Repräsentation der klassischen Repräsentation und die Definition des Raums, den sie eröffnet…
Gerade noch versuchen wir die Frage des Diesseitigen und Jenseitigen zu klären, da klingelt das Telefon des Malers – eine Geste der Repräsentation…

Rudolf Sievers ,geboren 1951,ab 1982 Studium der Philosophie bei Jürgen Habermas.
Martin Holzschuh geboren 1972, ab 2000-2006 Studium "freie Malerei" an der Städelschulschule.

Fr. 23. Juni, ab 18h. Schmickstraße 18 (auf dem KulturBunker)

Kunstkurs mit der Lupe unterwegs

Kunstkurs Zeichnen
Das Bild der Welt mit Auge und Hand erfassen "…Zwischen dem was wir sehen und dem, was wir wissen, herrscht keine feststehende Beziehung..." (John Berger - Sehen, das Bild der Welt).

Mit der Lupe unterwegs
Ort: Atelier C. Heier/R302 auf dem KunstBunker. Schmickstraße 18.

Siebdrucksymposium - Kerstin Lichtblau

Kerstin Lichblau organisierte ein Siebdrucksymposium zu dem Sie Künstler*innen zum Diskurs und Drucken einlud. Burger, Bloeck, Bukhuu, Pilar, Heier und Lichtblau. Erfahrungsaustausch.

Zu Gast im Nebbienschen Gartenhaus

09. Oktober 2016 Gastbeitrag im Nebbienschen Gartenhaus im Rahmen der Ausstellung "Ein kleines Paradies" von Marlies Pufahl (Objekte) und Barabara Heier-Rainer (Malerei).

Werkausschnitt zu "Eintauchen - Imagination"
Material/Werkzeug: Stimme, Worte, Geräusche.
Maße: Einbildungkraft, Vorstellungskraft, Phantasie.

Lautmalerischer Spaziergang durch ein Paradies
...als leidenschaftlicher Stadtspaziergänger luhre ICH schon mal in den einen und anderen Hinterhof oder in kleine dunkle Gassen hinein. Manchmal stinkt es nach allem, was der Mensch so von sich geben kann, manchmal entdeckt man lauter kleine Schönheiten und vor allem - kann man große Überraschungen entdecken.
Ich spaziere also durch eine Gegend die laut, dreckig und vermüllt ist. Biege irgendwann - fast angesogen - in einen schmalen Weg ein. Die Häuser rechts und links sind ziemlich vernachlässigt, schäbig und ein bisschen baufällig. Es zieht mich an ein altes Tor, aus Holzlatten, das eine Fensterluke in Augenhöhe hat.
Ich will doch mal sehen, wie es da hinter aussieht.
Es ist als würde ich durch ein kaputtes Fernglas schauen. Es ist unscharf und alles ist sehr Blau – dunkelblau.
Langsam wird es deutlicher vor meinen Augen und eine Art mikroskopischer Effekt entsteht.
Aus dem tief Blau taucht so etwas wie - eine Insel hervor. Sie ist farbig und sie scheint belebt zu sein.
Blau, rot und grün, weiß, ocker und rosé und ein strahlendes Gold leuchtet mir entgegen.
Der tiefblaue Hintergrund wirkt wie die Unendlichkeit des Firmaments. Eine fließende Weite - um eine fliegende Insel...

Objekte und Tafelbilder aus der Serie WOW

Eine positivistische Referenz an das Leben - Ausstellung im Galerierraum von Michael Bloeck, Westateliers.

Heier: “"WOW das begleitet mich, in fast allen Lebenslagen. WOW ist für mich ein unverrückbarer Laut des Tatsächlichen, Wirklichen, Zweifellosen –aber ohne philosophischen Hintergrund."“
 
WOW ist eine unmittelbare Reaktion auf tolles, auf verwunderliches, auf eigenartiges, auf katastrophales, auf schönes, auf hässliches, auf Neuigkeiten und auf alte Kamellen… - WOW.

Ein Laut der zum Objekt wird, transportiert seine Bedeutung über den rein optischen Reiz, hier in verschiedenen Handschriften, um dem Laut optisch Ausdruck zu verleihen.

WOW ist eine Serie, manchmal flüchtig, manchmal dauerhaft.

WOW!

WOW Finissage

WOW - Wort und Bild simultan Finissage am Mi. 10. Juni

Ein performativer Abgang des WOW und das schließen des weit offen stehenden Mundes am Ende des Abends.

"Dune" - Skulptur

• "Dune" - Skulptur - ein Ready made

Kunst entsteht im Kopf - Es ist ein Spiel der Genre – ein zeitgenössisches Readymade in den öffentlichen Raum.

Urbane Kunstspielerei - L'amis du Fantomas

L'amis du Fantomas ist ein Gelegenheitswerk, das je nach Lichteinfall deutlich oder undeutlich hervortritt.
L'amis du Fantomas ist ein "verlorenes" Werk.

Oneway mit verschiedenen Erscheinungsformen:
Objekt (Environment) und dessen Schatten (gelegentliches Abbild).
L'amis du Fantomas ist nur kurze Zeit sichtbar und vorhanden.

Urbane Kunstspielerei
"L'amis du Fantomas" ist eine Arbeitsreihe im und mit dem öffentlichen Raum. Kleine, temporäre Arbeiten für städtische Nischen, für leere Wände und kahle Mauern. Die Dauer der Ausstellungen sind nicht vorhersehbar. Was mit den Werken geschieht, sind sie vom Ort verschwunden, ist ebenfalls unbekannt …

Die Erscheinungsweise der Werke konzentriert sich umgebungsabhängig am Ort.

L' Amis…

Ombre

WOW 2010 oder CACHE-CACHE

WOW 2010 Oder, das fehlende Kunstwerk

Ein Laut der Begeisterung, der Zustimmung und Sprachlosigkeit. WOW klingt positiv und ist eine hübsche Buchstabenkombination. Laut sprachliches Bild. Ohne Konsequenz und ohne Zynismus. International verständlich durch die Prononcierung, sprechen Sie WOW mal hessisch aus. Wie gemacht für den Stadtraum.

Anekdote der künstlerischen Arbeit: mit dickem Kreidestrich verrichte ich mitten im Stadtraum eine Subversion und, wie ich erhofft habe, werde ich von Stadtpolizisten an meiner Handlung gehindert, sehr freundlich aber bestimmt. Kreide hin, Kreide her.

Eine gelungene Arbeit, bei der nichts fehlt, außer am Ende das Kunstwerk, ich musste es entfernen. Perfekt!

Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt/Main

Interventionen im Stadtraum Frankfurt am Main oder anderswo …

Das verlorene Kunstwerk

Interventionen oder ambulante Handlung

Stehen fertig Backmischungen oder Fertiggerichte nicht schon seit Längerem auf fragwürdigem Boden?
Mal auf die Kunst übertragen, die bildende -, müsste doch eigentlich jeder Künstler von der Fertigmischung Abstand nehmen.  
Vorkonfektioniert steht es sich doch eher wacklig, bzw. zwackt der eine und andere Abnäher an der falschen Stelle.

Eine Vernormung in der bildenden Kunst, thematisch wie Formal, ist wie Backtriebmittel, es führt zu Blähungen und Unwohlsein.

Mobile Portraitelemente im Stadtraum Frankfurt im Frühjahr 2008

 Wat mut, dat mut!

Kiosk Environment 2001

Galerie Simon Dach Str. Berlin bei Ebner und Stein. Ein Experiment mit Weingummifarben und Weingummigeruch. KIOSK ENVIRONMENT

Trouvé I 2006

NAH AN DER WIRKLICHKEIT - S BAHN STATION

Partizipation
Vor meinen Augen breitet sich ein dichtes Geflecht aus Adern und Kapillaren aus. Wie Blut das stetig durch die Adern fließt und sich ständig erneuert, ziehen immer wieder Fahrzeuge durch das Straßengewirr.
Auf der einen Seite ist ein Wegenetz kein transitorischer Raum, eine Straße ist nicht vorübergehend oder temporär, auf der anderen Seite bezeichne ich die Leistung und die in diesem Zusammenhang stehende Dichte als transitorischen Raum.
So verstanden begreife ich den transitorischen Raum als Blutkreislauf. Und so wie ich alle zur Verfügung stehenden Fortbewegungsmittel verwende, (per pedes, öffentliche Verkehrsmittel und KFZ) und entsprechend meiner Umgebung aufmerksam sein muss, wenn ich teilhaben möchte, so verwende ich genau diese Aufmerksamkeit, um meine Arbeit zu konzipieren.

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Signalement 2003

Plakatkunst auf Litfaßsäulen

Ffm: Litfaßsäulen Rundgang im öffentlichen Raum (Westend, Bahnhofsviertel, Sachsenhausen u. Ostend)

Der öffentliche Raum gehört längst nicht mehr nur der Kunst. Wer heute durch die Stadt flaniert, wird erfreut den ein oder anderen Springbrunnen entdecken, eher selten sind Skulpturen, und Denkmäler von Persönlichkeiten aus der Politik etwa erscheinen im schnelllebigen Medienzeitalter gänzlich unzeitgemäß. Oder können Sie sich vorstellen, plötzlich einem Standbild von Ex-Kanzler Kohl oder Gerhard Schröder gegenüberzustehen? Die Lücken zwischen den Gebäuden füllen heute vorwiegend Werbeanzeigen, die unser Auge mit Angeboten locken. Die Künstlerin Cornelia Heier hat dagegen an über 90 Litfaßsäulen in Frankfurt Porträts von bekannten und erfundenen Personen angebracht, u.a. von George Bush, Colin Powell und Andy Warhol. Die comicartigen, grafisch äußerst reduzierten Arbeiten reflektieren die zunehmende Standardisierung des medial vermittelten Bildes. Die Porträts wachsen zu einer einheitlichen Schablone zusammen, die kaum noch physiognomische Unterschiede erkennen lässt. Die Feldbusch, der Papst, Che, Lagerfeld - Cornelia Heier inszeniert alle mit der gleichen austauschbaren Maskenhaftigkeit.

Signalement 2014

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Interimsatelier 2003

Zwischennutzung eines Raumes der Schweizer National Versicherung,  Niederlassung Frankfurt.

“Offenes Interimsatelier” vom 02. 01. - 18. 02. 2003

Die Nutzung der Räume
Konkretisierung, Aufbau und Beobachtung verschiedener Objekte, bezüglich ihrer Erscheinung und Proportion im geschlossenen und im öffentlichen Raum.

Experimente raumbedingter Erscheinungen durch Reflexion von Licht auf Glas.
Versuche einzelner Objektaufbauten mit den räumlichen Bedingungen.
Vortrag, Lichtbilder, Jour Fix.

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Signalement 2002

Signalement (Personenbeschreibung) - sind stark reduzierte, grafische, schwarz - weiß Portrait Zeichnungen. Abgebildet sind bekannte Personen, unbekannte Personen und erfundene Personen.

Dipl.Soz. Kristine Erdmann
C. F. Ch. Heier und ihre Disziplin, dreidimensionale Darstellung im öffentlichen Raum. Die Bilder sind doch nicht dreidimensional? Doch: wenn man den öffentlichen Raum einbezieht, der nicht nur Bedingung dieser Ausstellung ist, sondern konstituierendes Element dieser Werke. Interessant finde ich die Darstellung von Abbildern von Individualität im Zeitalter der Kulturindustrie und Massenkommunikation. In der Kunstgeschichte entstehen Portraits einhergehend mit der Antizipation von Individualität: Waren es bis ins Mittelalter Institutionen, die in persona dargestellt wurden, ist mit Beginn der bürgerlichen Gesellschaft das Individuum fernab von Amt und Würden, Thema geworden. Es ist der Einzelne, der etwas bewegen kann, Geschichte schreibt, entdeckt oder entwickelt. Portraits sind Persönlichkeiten, die in ihrer Individualität dargestellt sind, deren Charaktere fein und genau beobachtet wird und die ihr Abbild finden. Die Kompetenz eines Künstlers ist es, das Wesen eines Menschen zu erfassen und nicht das Äußere oder Äußerliche zu imitieren. Portraits, die wie Comics aussehen, scheinen ein Widerspruch zu sein. Sie sind nur möglich, weil die Charakter von Menschen „in dieser schnelllebigen Zeit" auf wenige Signifikanten geschrumpft werden. Lebensgeschichten werden in Schlagworte gepackt und Menschen werden zu Ikons oder zu Ikonen: Who the fuck is Verona Feldbusch? Ein Mensch gewordener Comic gilt als Testimonial für einen Lifestyle mit allen dazugehörigen Produkten: Individualität ist vor konfektioniert. Wie ist es, wenn man im Internet Bücher bestellt? Da geht ein Fenster auf und zeigt einem weitere Titel, die andere bestellt haben, die dasselbe Buch wie man selbst bestellt haben. Ich frage: Gehörst du zu den Tätowierten? Oder bist du Germanist? Che Guevara und Sadam verhalten sich zueinander wie Bin Laden und Jesus, Donald und Gustav, (Gans und Duck, versteht sich). Lebensstil und Vita sind – noch nicht mal rastergedruckt, sondern gleich kopiert. "Sehr ähnlich, wer soll´s denn sein?" (Titel von Ferry Arlés Fernsehpotraitshow in den 70ern). Die Frage stimmt hier sogar wirklich: Individualität wird im Zeitalter der Kulturindustrie wieder auf das Zeichenhafte reduziert.

(Signalement Slide)

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Verteilung im öffentlichen Raum Dresden 1999

Verteilerkasten – Zeichen

Zeichen sind visuelle und akustische Hilfsmittel der Orientierung. Wir reagieren auf Zeichen ihrem Symbolgehalt entsprechend.
Ein Apfel ist Zeichen für einen Apfel, für eine Jahreszeit oder eine Region, er kann Zeichen für die biblische Geschichte sein wie für ein Märchen oder Helden. Eine Verpackung ist Zeichen für eine Verpackung und trägt Zeichen für ihren Inhalt, sie kann auch Zeichen für Verpackungsmüll, somit Umweltverschmutzung sein. Zeichen können vom Inhalt different sein und in die Irre leiten.
Beim Überqueren einer Straße reagieren wir auf visuelle Zeichen kombiniert mit akustischen Zeichen (Ampel, Fahrzeuggeräusche, Zebrastreifen).
Die allgemeine Verkehrsordnung wird uns anhand von Verkehrszeichen verdeutlicht. In Geschäften reagieren wir auf Markenzeichen oder Sonderangebotszeichen (Ausrufezeichen, Sparschwein, etc.).

Der öffentliche Raum ist gespickt mit Zeichen, die für uns eine aktuelle, unmittelbare Relevanz besitzen, aber auch mit Zeichen, die wir kaum wahrnehmen, weil sie keinen erkennbaren Nutzen versprechen. Zu diesen Zeichen, die ihre Relevanz verbergen, sie aber dennoch haben, gehören Verteilerkästen.

V - I
Betrachtung des städtischen und öffentlichen Raumes in Bezug zur optischen

Erscheinung von Verteilerkästen - Spezifizierung Verteilerkasten

Die Gestaltung des Verteilers folgt der Funktion
Verteilerkästen sind unerlässlich in einer Stadt oder Gemeinde, sie sind allgegenwärtig und doch nicht in das programmatisch gestaltete Gesamtbild einer Stadt integriert. Man kann die Verteiler als ästhetische Kontrapunkte ansehen, deren Design die Funktion nicht optisch aufnimmt, sondern verbirgt und doch auf sie dahin gehend gerichtet ist, den Inhalt möglichst zu schützen und in diesem Sinn unauffällig zu sein. Dennoch besetzt der Verteiler in gleicher Vehemenz wie andere städtische “Kleinodien” eine ästhetische Stellung im öffentlichen Raum.

Verteilung
Auf dem Verteilerkörper befinden sich spezifische Merkmale die den Inhalt kommunizieren ebenso, wie unspezifische Zeichen und Graffitis, die Kommunikation bedeuten. Der Inhalt und der Körper sind Kommunikationsträger, mithin ist der Verteilerkasten ein Synonym für Kommunikation.
In diesem Sinn steht die Kolonie als Animation zur Verteilung von Gedanken im öffentlichen Raum.

V - II
Gedanken, Semiotik

Gedanken
Verteilen, abgeben, Gestrüpp, Nerven, Leitungen, Verbindungen, Vernetzung, Kommunikation, Mitteilung, Austausch, Übertragung, Zeichen, Ikon, Symbol, Sprache, Verständnis, Assoziation, Verknüpfung, Erfahrung.
Kein Zeichen kann alleinstehend ein Zeichen sein. Was bedeutet das jedes Zeichen erst zum Zeichen wird und kommuniziert, wenn es entweder ein Ikon, ein Index oder ein Symbol ist.
Was sind Symbole, Zeichen und Ikons? Wie funktionieren sie, was lösen sie aus, was sind die Unterschiede, wie bauen sie aufeinander auf?

Semiotik
Ein Ikon ist ein Zeichen, dessen zeichenkonstitutive Beschaffenheit eine Erstheit ist. D.h., die Erkennbarkeit des Ikons ist von seinem feststehenden, bestimmten Zeichen abhängig. Dies aber unabhängig vom Objekt, das Ikon kann in einer existenziellen Beziehung zu einem Objekt stehen, ohne dass das Objekt existent ist. Beispiel: Das Bild eines Dreiecks in Gedanken ist eine Repräsentation von allem, was ihm auch immer ähneln mag, und zwar deswegen, weil es die Qualität der Dreieckigkeit besitzt. Was bedeutet, dass ein Ikon in der Phantasie existieren kann...
Auszug aus Charles S. Peirce / Phänomen und Logik der Zeichen

Anwendung
Der Kasten ist die Verpackung. Sein Ikon (roter Blitz) vermittelt den Inhalt.
Sein Index (I.d. Nummer) beinhaltet Funktion, Standort und Bautyp. Der Verteilerkasten symbolisiert die Symbiose aus Ikon und Index.

Installation - Die Verteilung
Der Kasten bleibt real existierend und unberührt an seinem Standort, nur die I.d. Nummer wird in freier Formatierung übernommen, und als Kennziffer andern Orts präsentiert.
Die Kennziffer ist Ikon für die I.d. Nummer, welche für den Inhalt, den Standort, den Bautyp und die Verteilung des Stromes steht.
Die Kennziffer verweist mithilfe eines Stadtplanes und einer schematischen Standortdarstellung auf die existierenden Verteilerkästen.
Die Verteilung findet durch einen Kreisverweis der Kennziffer zum eigentlichen Träger der kompletten Information statt.

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Strömungskombinat98

Strömungskombinat 98 ist ein Künstlerlabel, das im August 1998 in Dresden, anlässlich der Ausstellung "streetlevel" (an einem sonnigen Nachmittag) von Cornelia Heier - Ffm und MV Stein - DD gegründet wurde. Unter diesem Label wird die Raumfahrt im Alltag, in Fokussierung von Alltäglichkeiten untersucht. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Raumsituationen, - nicht ortsgebunden - gezeigt. Präsentiert werden Beiträge in Wort, Bild und Klang.

Raumfahrt im Alltag
Wir erleben alle Dinge als räumlich und im Raum befindlich. Dabei ist der gedachte und der tatsächlich erlebte Raum zu unterscheiden.
Raum wird in der abendländischen Antike endlich gedacht. Er ist vom mythischen Raum umschlossen.
Aristoteles: Über der vergänglichen Welt beginnt die unvergängliche Welt, die Sphäre der Himmelskörper.
Seit der Renaissance wird, unter anderen mit Kopernikus, die Vorstellung des unendlichen, irdischen Raums herrschend. Die drei Punkte Länge, Breite, Höhe mit denen Raum definiert werden, lösen sich auf in eine beliebige Dimensionszahl.
Seit Newton versteht man darunter das, durch Entfernungsmessungen in drei zueinander senkrechten Richtungen, exakt ausmessbare Vakuum (die Leere), in dem sich die Körper der Makrophysik (z.B. die Planeten) bewegen, indem aber auch die durch quantenmechanische Messakte vorgefundenen Größen lokalisiert sind (Impulse, elektromagnetische Feldgrößen). Dieser physikalische Raum besitzt, sofern er leer gedacht wird, keine inneren Vorzugsrichtungen (oben, unten), er ist isotrop; er ist ferner zusammenhängend, kontinuierlich. Bezüglich seiner Messbarkeit also, ein Abbild des mathematischen Kontinuums.

Die Installation
Das Forum für die thematische Bearbeitung ist ein Gebäude der ehemaligen Dresdner Verkehrsbetriebe.
Projekt "Raumfahrt im Alltag" eine in Bewegung befindliche, visuelle und akustische Installation. Eine Raumnutzungsdefinition findet statt für die Themen, Lichtbild, Film und Vortrag und Verköstigung. Die Installation bildet sich durch Beiträge von Personen verschiedener Fachbereiche (Film, Komik, Architektur, Musik, Wissenschaft, Bildkunst).
Vier Innenräume werden ihrer Entsprechung nach erheblich umgebaut, farblich nuanciert und ausgeleuchtet. Die Installationsmetaphorik bietet jetzt an, durch die Beiträge konkretisiert zu werden.

Raumfahrt im Alltag findet auf vielen Wahrnehmungsebenen permanent statt. Also greifen wir Ausschnitte unseres Alltags heraus und bearbeiten diese zu Exponaten verschiedener Disziplin. Wir schaffen eine übergeordnete Installationsidee, die durch Beiträge der Projektteilnehmer einen Prozess, der Verbindung, Gegenüberstellung, Aneinanderreihung und der gegenseitigen Reflexion und Konfrontation begünstigt und zur temporären, viel formig Seienden Installation wird.

Kurzbeschreibung der einzelnen Ton und Bild Installationen
Manfred Lauffer, super 8 Filme Gründerzeithauseingang auf der Pfotenhauerstraße. Die Aufnahmen beleuchten den Zustand und die dekorative Vielfalt. Auge, Vortrag über Superhelden in der Comic Welt. Der Vortrag durchleuchtet die Stellung von Supercomichelden. Tobias Schmid, "Stramm" eine Performance, die sich mit Geschwindigkeit von Bewegung in Realzeit auseinandersetzt und damit ein alltägliches, individuelles Erleben zum Thema hat. B64 Raststätte, eine Performance, die den Teilnehmer benutzt. b64 existiert als jour fix seit 10 Monaten jeden Mittwoch in Frankfurt. Tim Edler, Kunst und Technik Vortrag über virtuelle Räume. Dia Vortrag über ein Berliner Projekt, Spree Bad, Museumsinsel, Urbanisierung für Menschen. Pfelder, musikalischer Beitrag. Matusch, musikalischer Beitrag. Vollbrecht, vinylieren - M.f.j.L. + Interview mit den teilnehmenden Künstlern von street level.
Remco, Tappo Kontakt dj Niederlande - chinesische Wandbehandlung. Rene Römert, Betonskulptur.
Prof. Funk, Strömungsverläufe im menschlichen Körper. Dia + Vortrag über alles, was im menschlichen Körper fließt, sich verteilt und dies ganz alltäglich ist, ohne dass wir davon wissen. Cornelia Heier, Installation Smog setzt sich mit der Luftverschmutzung und deren Messung auseinander. Drum Force, Percussion in vier Räumen, Premiere. M. V. Stein/Heier, Sensation du Froid - ein Kältekabinett zelebrierte Kälte im Raum. t.a.g., slabamba: Dia Vortrag. Bestätigungsinstitut, ein alltäglicher Akt: Wirklichkeit entsteht durch Wiederholung und Bestätigung. In einer fortgeschrittenen, bürokratisierten Gesellschaft regiert der formalisierte Akt. Identität wird entlang millionenfach wiederholter, vorgegebener Muster konstruiert. Alles, was nicht schon durch dieses System der formalisierten Akte erfasst ist, fällt weg, als würde es nicht existieren, als sei es nicht relevant für gesellschaftliche Zusammenhänge. Oder es wird in einen Bereich der Privatheit verwiesen - einen Raum der angeblichen Freiheit vom Staat, den es in dieser Form gar nicht geben kann. Klang K - Pelle, elektronische Klangskulptur in simultaner Entstehung. dj Rolle, AbschlussStrömung.

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ATELIER

Wo Werbebebilderung Platz hat...

•    Vorarbeit Signalement - grafische Arbeit (Personenbeschreibung)
Signalement/Künstler und Politiker neue Grafiken 2011-2014
Im Mittelpunkt steht die Frage, des Selbstbildes und dessen Bildung.

Plakatkunst auf Litfaßsäulen mit freundlicher Unterstützung der Fa. Stöer DSM GmbH.
1.    Frankfurt Allgemeinstelle - Hauptnetz DIN A1 an 710 Stellen.
2.    Frankfurt Allgemeinstelle U-Bahn DIN A1 an 47 Stellen.

Litfaßsäulen Rundgang im öffentlichen Raum Frankfurt am Main 2014
Litfaßsäulen – Zeitungsjunge, Neuigkeitentafel. Oder, Werbewände und Litfaßsäulen als Träger von Kunstwerken, als Ausstellungs- "Orte".

Wo Werbebebilderung Platz hat, ist es natürlich Kunst zu platzieren.
Im Sommer wurden an über 100 Litfaßsäulen in Frankfurt Porträts von bekannten und erfundenen Personen plakatiert, u.a. von Ai Weiwei, Papst Franziskus (Jorge Matio Bergogllo), Pipi Lotti Rist, Kim Jong Un,…

Jedes Ding, auch wenn es noch so klein ist...

•    WOW - Objekte
Ein Lieblingslaut von mir, dem ich eine ganze Arbeitsreihe widme.

Jedes Ding, auch wenn es noch so klein ist, besitzt eine in alle Richtungen laufende Körperhaftigkeit.

Alles ist Ding und vielschichtig, dimensional. Ist Form.

Schein oder Sein – Bildgeschichten

•    HOPE Digitalcollagen
Schein oder Sein – Bildgeschichten

Arbeitstechnik und -methode:
Digital Collage – Grob- und Feinschnitt.
Motivsuche mit Digital- oder Analog Apparat. Schnitt der Motive. Zusammensetzung (Collagieren) von Motiven und Ausschnitten zu einer Bildgeschichte.

Die StörungsHopes
Motivauswahl mittels eines Empfängergerätes. Empfängerqualität solange manipulieren bis das gewünschte "Rauschbild" entstanden ist (Feintuning).
Schnelle Reaktion und feines Kompositionsvermögen sind eine wichtige Voraussetzung.

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Kalender

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Soiree 2006 Stage (Praktikum)

Stage von Joke Annaert
(Karel de Grote - Hogeschool Antwerpen) September bis November 2006


Wortspiel, Installation, Atelierschau

Frage Annaert an Heier: "Woher kommt das Kunstwerk?"
Antwort: Ständige Auseinandersetzung mit der eigenen Umgebung, in Zusammenhang mit der künstlerischen Idee. Fast alles wird einbezogen, um eine möglichst umfassende und tiefe Gestaltung kreieren zu können. Lesen, Plakate studieren, Straßenverkehr beobachten, Architektur begutachten, Menschen analysieren und immer so weiter, weiter, weiter, weeeeeiteeeer…

Die Aufgaben: 100 Leinwände auf Keilrahmen ziehen. Format: 220 x 400cm. 2x 100 Lw. grundieren und zum Trocknen stellen. Farben anmischen - Pigmente fein mörsern und verrühren. Dieser Vorgang wird etliche male wiederholt, bis eine sämige Farbpaste entstanden ist.
Ca. 500 Pinsel verschiedener Größe Einzelhaar reinigen, zupfen und kämmen. Zum Trocknen aufhängen und regelmäßig nachzupfen. Reinigen und aufräumen des Ateliers, wöchentlich 2x.
350 Buntstifte spitzen und farblich einordnen.
560 Bleistifte spitzen und nach Härtegrad einordnen. Papiersortenbestand überprüfen, nach Qualität und Nutzung einsortieren.

Werkzeugbestand überprüfen und Befund erstellen, ggf. Einkaufsliste aufstellen.  Objektherstellung. Materialprüfung, Entwurf, Umsetzung.

Und alles noch mal von vorn.
Von morgens 8 Uhr bis abends 22 Uhr oder die Nacht durcharbeiten. Dabei muss man auf der Hut sein, seine Sinne beisammen zu halten, immer schön freundlich zu bleiben und für alle anderen ein offenes Gemüt zu bewahren.

Das Ergebnis: eine Rauminstallation ohne Leinwände.

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Ausführliche Dokumentationen der Projekte als Digitalkatalog können Sie über atelier(at)kunstheier(dot)de bestellen.

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